Ortsverein Burgtor

Kreisverband Lübeck

25. Juli 2014

Stadtteil
Verwaltung informiert: Roteiche im Garten der Roeckstraße 41 wird gefällt

Am Sonn­abend, 26. Juli 2014, wird eine sehr gro­ße Rot­ei­che auf dem Pri­vat­grund­stück der DRK-Schwes­tern­schaft auf dem Grund­stück Roeck­stra­ße 41 durch die Nord­deut­sche Baum­pfle­ge GmbH gefällt. Der präch­ti­ge Baum hat kei­ne aus­rei­chen­de Stand­si­cher­heit mehr, wes­halb er aus Grün­den der Gefah­ren­ab­wehr wei­chen muss.

Es liegt ein Gut­ach­ten des Sach­ver­stän­di­gen­bü­ros Scheel / Paul­sen vom 23. Juni 2014 vor. Das Büro kommt zu dem Ergeb­nis, dass der Baum durch einen Lack­por­ling (Pilz­be­fall) erheb­lich geschä­digt ist und eine hohe soge­nann­te Bruch- und Wurf­ge­fahr besteht. Der Baum hat nur noch eine Rest­wand­stär­ke von 8 bis 10 Zen­ti­me­tern bei einem Stamm­durch­mes­ser von einem Meter bei den Test-Boh­run­gen erreicht. Damit liegt die „Ver­hohlung“ bei 84% in dem ange­bohr­ten Bereich. Die­se Rest­wand­stär­ke ist zu gering, um den Baum ver­kehrs­si­cher erhal­ten zu kön­nen.

Es han­delt sich bei der Rot­ei­che nicht um einen geschütz­ten Baum gem. § 3 Abs. 1 Nr. 1 Baum­schutz­sat­zung der Han­se­stadt Lübeck (BSS), weil er im 6-Meter-Bereich zum Gebäu­de steht. Nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 BSS dür­fen unauf­schieb­ba­re Maß­nah­men der Gefah­ren­ab­wehr geneh­mi­gungs­frei durch­ge­führt wer­den. Es bedarf auch kei­ner Geneh­mi­gung wegen des 6-Meter-Berei­ches, weil in die­sem Bereich Bäu­me nicht geschützt sind (§ 3 Abs. 2 Nr. 2 BSS). Eine Ersatz­pflan­zung ist nicht vor­zu­neh­men, weil der Baum geneh­mi­gungs­frei gefällt wer­den darf. Eine Ersatz­pflan­zungs­pflicht ist i.d.R. nur vor­ge­se­hen, wenn eine Geneh­mi­gung oder Befrei­ung zum Fäl­len eines geschütz­ten Bau­mes erteilt wird.

Die Han­se­stadt Lübeck infor­miert wei­ter: Jeder Grund­stücks­ei­gen­tü­mer ist gehal­ten, gem. § 823 BGB sei­ne Sachen ver­kehrs­si­cher zu hal­ten. Er ist somit ver­kehrs­si­che­rungs­pflich­tig. Dies bedeu­tet, dass der­je­ni­ge, der in sei­nem Ver­ant­wor­tungs­be­reich eine Gefah­ren­la­ge schafft oder andau­ern lässt die­se zu besei­ti­gen hat. Er hat also mit Rück­sicht auf die Gefähr­dung die­je­ni­gen Vor­keh­run­gen zu tref­fen, die erfor­der­lich sind um die Schä­di­gung Drit­ter zu ver­hin­dern. Folg­lich ist für die DRK-Schwes­tern­schaft eine Hand­lungs­ver­pflich­tung auf­grund der Gefah­ren­la­ge gege­ben.

Hin­zu­wei­sen ist in die­sem Zusam­men­hang auf den Orkan „Chris­ti­an“ im ver­gan­ge­nen Okto­ber, der über Nord­deutsch­land wüte­te. In St. Lorenz Nord ist eine 57-jäh­ri­ge Frau durch einen umstür­zen­den Baum schwer ver­letzt wor­den. Die­ser Baum war durch einen Para­si­ten befal­len wor­den und die Stand­si­cher­heit gefähr­det. Ein sol­cher Fall darf nicht wie­der ein­tre­ten und zum Bei­spiel durch die Rot­ei­che Men­schen­le­ben in die­sem dicht besie­del­ten Raum oder auch das Eis­häus­chen beein­träch­ti­gen. Das 3. Poli­zei-Revier ist infor­miert.

Schlagwörter: , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.